Rietberg-Neuenkirchen. Die Kath. Kindertageseinrichtung St. Margaretha im Rietberger Ortsteil Neuenkirchen hat nun auch eine Photovoltaikanlage auf ihrem Dach bekommen. Unter dem Motto „Sauberer Sonnenstrom für die KiTas in der Region“ haben sich die Katholischen Kindertageseinrichtungen in OWL und das Energieunternehmen Westfalen WIND vor zwei Jahren auf den Weg gemacht. Seitdem werden die Einrichtungen des größten Trägers von Kindertageseinrichtungen nach und nach mit PV-Anlagen auf dem Dach ausgerüstet. Christoph Sill, Fachbereichsleiter Immobilien und Nachhaltigkeitskoordinator beim Gemeindeverband der Katholischen Kirchengemeinden Ostwestfalen-Lippe, Geschäftsführer Detlef Müller, Philip Kiene, Geschäftsführer der WestfalenWIND PV, Klimaschutzmanager Christian Machold sowie Thomas Hänsdieke von der Abteilung Finanzen des Erzbistum Paderborn und die KiTa-Leitung Celine Bäumker nahmen die frisch installierte Anlage auf dem Flachdach in der Ringstraße gemeinsam ab. Die Anlage produziert zwischen 17- und 18.000 Kilowattstunden Strom pro Jahr. Der Großteil des erzeugten Stroms kann direkt vor Ort genutzt werden, weil der Energiebedarf vorwiegend in die regulären Betriebszeiten am Tag fällt. Durch diesen hohen Eigenverbrauch senkt die Kath. KiTas OWL GmbH ihre Strombezugskosten dauerhaft und profitiert von einer spürbaren finanziellen Entlastung. Neben diesen wirtschaftlichen Vorteilen leistet das Projekt einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz, indem der Einsatz der Photovoltaikanlagen pro Einrichtung jährlich rund 1,7 Tonnen CO₂ einspart. Klimaschutzmanager Christian Machold liegt dieses Engagement besonders am Herzen, da es der Kath. KiTas OWL GmbH ermöglicht, aktiv Verantwortung zu übernehmen und die Sonnenenergie ganz konkret zu nutzen. „Wir haben den Auftrag, die Schöpfung zu bewahren und dass unterstreichen wir mit diesem Projekt“, betont er. Dieses Projekt trägt zum Klimaschutz bei und ermöglicht, dass schon die Jüngsten unserer Gesellschaft frühzeitig für dieses wichtige Thema sensibilisiert werden.
Für die energetische Modernisierung der insgesamt 493 katholischen KiTas hat das Erzbistum Paderborn ein Budget von 9 Millionen Euro bereitgestellt. Das Maßnahmenpaket umfasst neben der Installation von Photovoltaikanlagen auch bedarfsgerechte Dämmarbeiten sowie den Austausch veralteter Heizungssysteme und Fenster. Nach dem Start einer erfolgreichen Pilotphase im Sommer 2024 ist der erste Förderabschnitt nun abgeschlossen, sodass aktuell die zweite Tranche der Mittel abgerufen wird. Das gesamte Projekt soll planmäßig bis Ende 2027 fertiggestellt sein. „Klimaschutz geht uns alle an und es ist enorm wichtig, aktiv etwas für die Zukunft zu tun“, betont Philip Kine als Partner des KiTa-Trägers. Er lobte die gute Zusammenarbeit. Von der Planung bis zur Installation erfolgt alles aus einer Hand, was es auch für den Auftraggeber einfach macht.